Kapitel 1: Der Anfang einer Reise

Alaska-Expedition 2018, Unterwegs

Es ist ein später Mittwoch-Nachmittag Ende Juni, als wir uns nach langer Fahrt endlich dem Ziel nähern. Während die Sonne noch immer von einem wolkenlosen Sommerhimmel brennt, erscheinen vor uns die bunten Stahl-Skelette zahlreicher Verladekräne am Horizont. Wir schlängeln uns an unzähligen Autos und Containern vorbei, lassen Schiffe so groß wie Einkaufszentren hinter uns und kommen irgendwann vor einer unscheinbaren Schranke mitten im Herzen des Überseehafens von Bremerhaven zum Stehen. Von da an verbringen wir unsere nächste Stunde damit, den richtigen Menschen die wichtigen Papiere vorzuzeigen, um anschließend in der vorgesehenen Reihe einen Platz für unser Auto zu finden. Und als wir ihn schließlich so stehen lassen, mit dem Schlüssel im Schloss und dem Zelt auf dem Dach, da begreife ich, dass wir das Alles hier wirklich tun. Aus dem Traum von damals ist ein Plan geworden und mit jedem Schritt, den wir uns weiter von unserem Pick-Up entfernen, kommen wir dem größten Abenteuer meines Lebens ein Stückchen näher. 

Und wieder grüßt der Ernst des Lebens.

Gedanken, Leben

Die Worte, die ich nun schreiben werde, hätte ich mir vor einem Jahr wahrscheinlich selbst noch nicht geglaubt.

Aber Zeiten ändern sich. Und Pläne umso mehr.

In der letzten Woche habe ich endlich meine Bachelorarbeit abgegeben und somit das letzte bisschen Studentenleben offiziell in den Briefkasten geschmissen. Nun habe ich zwar keine Prüfungen mehr, aber bald ein Vollzeitpraktikum, das meine Tage füllt. Statt Creditpoints sammle ich jetzt Erfahrungen. Und statt eigener Studentenbude ziehe ich dafür wieder bei Mutti ein. 

Liebes Tagebuch #1

Tagebuch

Liebes Tagebuch,

Ich habe mir in letzter Zeit viele Gedanken darüber gemacht, wohin diese Reise gehen soll. Damit meine ich zum Einen die Reise mit mir und meinem Leben, die sich zurzeit ja etwas im Umbruch befindet. Zum Anderen aber meine ich die Reise mit LICHTKIND und diesem Blog, der mich nun schon seit 4 Jahren treu begleitet.
Was ich hier mache, war schon immer sehr persönlich – Wie ein Tagebuch im digitalen Zeitalter. Was diesem Tagebuch hier allerdings noch gefehlt hat, sind die alltäglichen Dinge. Die ganz banalen Sachen, die passieren, während die Tage vorbeiziehen und die das Leben so spannend machen. Und für all jene bedeutsamen Kleinigkeiten ist diese Kategorie. Weil hinter LICHTKIND viel mehr steckt, als nur Fotografie und Poesie. Weil das Lichtkind ein Mensch ist, der Sorgen, Träume und Hoffnungen hat. Und weil dieser Blog hier noch viel mehr ICH werden soll, als er eh schon ist. Kommt ihr mit auf diese Reise? 

Chaos im Kopf

Gedanken, Leben

Es ist zurzeit nicht einfach, die richtigen Worte zu finden. Meine Gedanken wirbeln wild durcheinander, sind mal hier, mal dort und manchmal auch nirgendwo. In den kommenden Wochen und Monaten wird vieles ein Ende finden, das lange Zeit mein Leben ausgemacht hat. In anderen Geschichten stehe ich allerdings noch ganz am Anfang und habe nicht den leisesten Schimmer, wohin sie mich führen werden. Es ist eine Zeit des Umbruchs und ich habe das Gefühl, dass sich alle meine Teile im Winde zerstreuen, nur um sich in einer völlig neuen Formation wieder zusammenzusetzen. Was für ein Mensch werde ich dann sein?

Mehr Liebe, bitte.

Gedanken, Leben

Erster Advent, erster Schnee und plötzlich wieder ganz viel Besinnlichkeit. Weihnachten steht vor der Tür und somit auch das Fest der Familie, des Beisammenseins und der Liebe. Wenn ich mich in dieser Welt aber mal genauer umschaue, fällt es mir immer schwerer sie zu finden. Die Liebe. Die Medien sind voll von schlechten Nachrichten und  im Internet regiert die Hetze. Wann haben wir nur angefangen, zu hassen statt zu lieben? Zu verurteilen statt zu verstehen? Wegzuschauen statt zu helfen? 

Ein Häschen auf Reisen

Leben, Unterwegs

Ich habe einen Flug gebucht. Ende Dezember geht es für mich nach Krakau, einer unbekannten Stadt in einem Land, in dem ich noch nie gewesen bin. Das wird zwar nicht meine erste Reise sein, aber trotzdem kribbelt es schon jetzt in meinem Bauch, als wären dort tausend Schmetterlinge zuhause. Ich bin kein Abenteuerlöwe mit einem siebten Entdeckersinn. Das war ich noch nie. Ich bin vielmehr ein Heimweh-Häschen, das seine gemütliche Höhle stets der wilden Welt da draußen vorziehen würde. Und nun packe ich bald die Koffer, um mit einer meiner liebsten Freundinnen völliges Neuland zu erkunden.

Ming Stadt

Geschichten, Leben

Mein liebes Köln, wir müssen mal reden! 

Was hast du bloß mit mir angestellt? Ich streife nun schon fast fünf Jahre durch deine Straßen und nie hätte ich mir auch nur zu träumen gewagt, dass man sich so hoffnungslos verlieben kann. In eine Stadt. Und dass sich ein einfacher Umzug, ein Tapetenwechsel wie jeder andere, so schrecklich schwer anfühlen wird. Dieser Text hier ist also nur für dich, du zauberhaftes Fleckchen Erde. Weil du mir gezeigt hast wie man vertraut, lacht, lernt, liebt, weint, vermisst, verzweifelt, verzeiht, Grenzen überwindet und eine Heimat findet. Und weil ich in diesen letzten 4 1/2 Jahren endlich begriffen habe, was es bedeutet, wirklich zu leben. Danke dafür. Die folgende Geschichte gehört nur uns.

Von Reue bekommt man Falten

Gedanken, Leben

Je älter man wird, desto mehr Verantwortung lastet plötzlich auf den zarten Schultern. Es geht nicht mehr nur um die Frage, wer die letzten Hausaufgaben gemacht hat oder wie man die unverhoffte Freistunde am besten nutzen könnte. Auf einmal machen wir uns Sorgen um den Kontostand, den leeren Kühlschrank, die schmutzige Wäsche oder sogar um die Zukunft. Denn die Entscheidungen, die wir treffen, tangieren plötzlich auch die Menschen in unserer Umwelt. Das lässt die Konsequenzen, die wir Tag für Tag tragen müssen, immer schwerer erscheinen. 

Frühstücksträumer

Geschichten, Leben

Wir leben in einer Welt, in der alles möglich ist. Fast alles. Wenn du Zeit hast. Und Geld. Vor allem Geld…

Ich muss an dieser Stelle dringend mal etwas los werden. Den Zweiflern zuliebe. Für die  Träumer, die gegen Wände laufen, die großen Helden, die sich immer kleiner machen und für die Kinder, denen ich irgendwann mal diese Welt erkläre. Vor allem aber sind diese Worte für mich. Für meinen Sturkopf, der viel öfter mal über den Tellerrand schauen müsste. Worauf wartest du? 

Wege

Gedanken, Leben

In den allermeisten Fällen sind sie für uns völlig unergründlich. Das Wie und Warum der verschlungenen Pfade, die uns irgendwie zur richtigen Zeit an diesen besonderen Ort geführt haben, ist uns mehr als schleierhaft. Dennoch glaube ich, dass es so eine Art von Ordnung in diesem Wirrwarr aus Abzweigen, Umwegen und Sackgassen gibt. Sie ist nur zu groß für die menschliche Logik.