Irgendwann in der Zeit

Gedanken, Leben

Jeder Mensch braucht etwas, an das er glauben kann. Werte, die ihm wichtig sind oder Sicherheiten, die ihm Kraft geben. Die einen finden ihren Anker in der Religion, den anderen gibt die Familie, die Hoffnung oder die Liebe Halt. Und manche sind immer noch auf der Suche. Auch ich mache mir viele Gedanken über das Leben und meinen Platz darin. Darüber, wer ich sein möchte und was mich antreibt Tag für Tag.

Ob dieser Text zu persönlich wird? Vielleicht. Oder eigentlich auch nicht. Denn auf all diesen bisherigen Seiten, zwischen all den Zeilen steckt schon so viel Seele, dass es persönlicher fast nicht mehr sein kann.

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Der Grund für noch mehr Wahrheit liegt in einem Vortrag, den ich gestern auf der „Photo und Adventure“ besucht habe. Weltreise im Zeitraffer, Emotionen in 400 Bilder gepackt und der Mann auf der Bühne ist ein Märchenerzähler, Fotograf und Teilzeit-Aussteiger. Er ist rastlos, ohne zu Hause und doch nicht heimatlos. Er wohnt in der Welt und er ist glücklich dabei. Seine Worte machen mich nachdenklich, seine Geschichte bleibt unvergesslich. In meinem Kopf schwirren immer noch die Bilder umher, so als hätten sie sich eingebrannt. Die Gesichter lachender Menschen, die Fremdheit verblassen lassen; Faszinierend schöne Tiere, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe und Landschaften, die einem Gemälde entsprungen zu sein scheinen. Irgendwann möchte ich diesen Planeten nur noch umarmen, der sich mir hier in 90 Minuten auf der Leinwand offenbart.

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Mich durchströmt ein Gefühl von Leichtigkeit und Zufriedenheit und ich beginne diese Person, die da vor mir steht so langsam zu verstehen. Ich begreife, dass Freiheit Glück bedeuten kann. Und das muss nicht wörtlich gemeint sein. Auch ohne Weltreise bin ich zu jeder Zeit frei für die Gedanken, die mich glücklich machen. Ich kann Zufriedenheit finden in dem, was mir täglich bereits begegnet. Selbst wenn ich also örtlich oder anderweitig gebunden bin, ist das eine Freiheit, die mir keiner nehmen kann.

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Ich wünschte, ich könnte diese Erkenntnis und dieses Gefühl irgendwie haltbar machen. Dass ich mich daran erinnern kann, wenn ich mir wieder selbst den Weg versperre. Vielleicht schreibe ich mal mein eigenes Märchen und sammle Bilder dazu. Und dann stehe ich eventuell auch auf einer Bühne oder sitze auf der Bettkante meines Kindes und lese es ihm vor. Vielleicht mache ich auf diesem Blog sogar überhaupt nichts anderes und habe es bisher nur nicht bemerkt. Eines Tages werde ich da sitzen und diese Worte lesen. Ich werde die Welt umarmen wollen und mich daran erinnern, zufrieden zu sein. Und meinen Kindern werde ich auch davon erzählen. Irgendwann in der Zeit.

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Die traumhaften Fotos zu diesem Post stammen von meinem Freund Michael Kirchdörfer, der genauso wie ich dem goldenen Licht hinterher jagt. Danke dafür.

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