Asche im Wind

Gedanken, Leben

Zuerst nehme ich das Knistern überhaupt nicht wahr. Das scheue Züngeln der Flammen wird lautlos in dieser lärmenden Welt. Doch stetig bahnt es sich seinen Weg. Hinterlässt Spuren aus Asche. Und dann spüre ich die Hitze.

Ich begreife zu spät und Tränen reichen nicht aus, um ein Feuer zu löschen. In dem flackernden Licht zerfallen die Erinnerungen zu Staub. Das Lachen verschwindet, der Moment brennt nieder.

Vielleicht hätte ich achtsamer sein müssen. Hätte die Funken ersticken müssen, als sich noch die Gelegenheit bot. Dann hätte ich das Ganze zum Guten wenden können. Aber ist das Feuer wirklich böse? Ich merke wie die Flammen meine Glieder wärmen. Der Rauch umhüllt mich in schützender Umarmung. Und dahinter der Neuanfang.

Die Asche zwischen meinen Fingern ist Alles, was geblieben ist. Sollte ich nun traurig sein? Vergessen ist nicht weit von Vermissen entfernt. Der Wind frischt auf und ich öffne meine Hand. Es kitzelt ein wenig, als der feine Staub seinen Weg in die Freiheit findet. Und ich werde frei mit ihm.

Alles was war ist Asche im Wind.

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