Kapitel 8: Stadt der Adler

Alaska-Expedition, Unterwegs

Eigentlich lag Haines gar nicht auf unserer Route. Noch dazu war der Weg dorthin eine ewig lange Straße, die erst mit dem Wasser des Lynn-Kanals aufhörte. Aber dennoch war dieses Hafenstädtchen ganz fest auf meiner To-Do-Liste und heute kann ich sagen: Haines ist definitiv die schönste Sackgasse der Welt. Wie auf wundersame Weise wurde das Örtchen bisher von dem üblichen Touristenrummel verschont, der andere Städte an der Küste bereits völlig verschlungen hat. Haines hat einen etwas rauen und rustikalen Charme, der jedoch immer wieder von reichlich Liebe zum Detail aufpoliert wird. Dank dem süßen Café-Häuschen von Sarah J. waren wir jeden Morgen gut versorgt und den Rest des Tages verbrachten wir mit der sehr erfolgreichen Jagd nach Bildern von den wilden Tieren Alaskas. Insgesamt sind wir 3 Tage in Haines geblieben, um mal eine kurze Pause von der langen Fahrerei zu bekommen und einfach deswegen, weil es dort so unglaublich viel zu sehen gab. Also mein liebes Haines, ich glaube du hast einen ziemlich bleibenden Eindruck hinterlassen… 

Ein Leben auf Rädern

Neben den zahlreichen tierischen Bekanntschaften haben wir aber auch wieder neue Kontakte zu spannenden menschlichen Persönlichkeiten geschlossen. Michael und Angela haben einfach kurzerhand ihr Haus verkauft und alles Hab und Gut in einen selbst ausgebauten Truck gepackt, mit dem sie nun überall ein Zuhause finden. Durch die Saisonarbeit in der Fischindustrie finanzieren die Beiden sich das Leben auf Rädern und dabei darf die verschlafene Katze auf dem Fahrersitz natürlich nie fehlen. 😉 

Mit dem Fjordexpress nach Juneau

Von Haines aus ging es dann für einen Tag mit dem Katamaran nach Juneau. Die Hauptstadt von Alaska lässt sich ironischerweise nur zu Wasser oder mit dem Flugzeug erreichen. Die 2 1/2 stündige Schiffsfahrt hat sich jedoch ziemlich gelohnt: Neben den lang ersehnten Walen, haben wir außerdem noch einen historischen Leuchtturm, traumhafte Fjorde und eine Gruppe von Seelöwen bestaunt. Einzig Juneau selbst hat mir nicht gefallen. Vielleicht lag es daran, dass wir nur 4 Stunden Zeit vor Ort hatten. Vermutlich waren es auch einfach zu viele Souvenir-Shops, die mit noch mehr Kreuzfahrt-Touristen vollgestopft waren. Jedenfalls saßen wir irgendwann nur noch in diesem kleinen Café am Straßenrand und ließen den Trubel an uns vorbeiziehen. 

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Auf dem Weg in den Norden

Während ich diese Zeilen hier schreibe, haben wir die riesigen Touristen-Dampfer aber bereits sehr weit hinter uns gelassen. Ich sitze mal wieder in einem Café, um eine Verbindung zum Internet zu bekommen. Dieses Mal ist es jedoch in Fairbanks, hoch oben im Norden von Alaska und ich werde euch bald davon erzählen… 

4 Gedanken zu “Kapitel 8: Stadt der Adler

  1. Na das sind ja überall viele tolle eindrücke ,die man sicherlich ein Leben lang im Kopf behält und dank der tollen Bilder auch anderen mitteilen kann . Weiterhin gute Fahrt und Grüsse von Thomas !!

  2. Hallo Zusammen und einen lieben Gruß nach Alaska,

    das sind ja super schöne Bilder – besonders die von den Seeadlern, Walen und der Grizzly-Familie (und die Katze natürlich auch nicht zu vergessen (-; ). Das sind mit Sicherheit Eindrücke für das ganze Leben. Weiterhin eine gute und sichere Reise und ganz viele tolle Erlebnisse!!!

    Liebe Grüße von Astrid Hexel

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