Die doppelte Stadt

Bella Italia, Poesie, Unterwegs 24. August 2019

Unser erster Tag an der Amalfiküste führte uns direkt wieder ein Stück zurück in Richtung Rom.

Mit dem selben Bummelzug wie am Vortrag ruckelten wir gemächlich
zur wohl best besuchten Ruinenstadt Italiens: Pompeji. Neben der antiken Ausgrabungsstätte gibt es mittlerweile auch eine moderne und großstädtische Version von Pompeji, die im Vergleich zu ihrer alten Schwester aber weitaus weniger spannend daherkommt.

Wobei „spannend“ hier vielleicht nicht unbedingt die richtige Wortwahl ist. Denn bekannterweise sind diese alten Gemäuer die stummen Überreste einer tragischen Naturkatastrophe, die zahlreichen Menschen das Leben kostete. Und so mischte sich schnell auch ein leicht beklemmendes Gefühl unter die Neugier, mit der wir die holprigen Straßen erkundeten.

Das antike Pompeji entpuppte sich als ziemlich riesig, also blieben wir überwiegend auf dem Hauptweg, der die Stadt einmal mittig durchkreuzt. Überall ließen sich noch die Überbleibsel eines prunkvollen und geschäftigen Lebens entdecken, doch die Gipsabdrücke der flüchtenden Menschen zeugten von einem Moment, in dem die Zeit einfach still stand.

Weit über den Ruinen und so gut wie von jeder Straßenecke aus sichtbar ragte der große Berg auf, der für all das hier verantwortlich war. Doch auch wenn das Leben in Pompeji durch den Ausbruch des Vesuvs mit einem Mal völlig ausgelöscht wurde, fühlte es sich inmitten der Ruinen so an, als sei die Stadt selbst nie wirklich untergegangen.

Zurück in Sorrent nutzten wir den Rest des Tages, um uns endlich einen ersten Überblick über unser kleines Hafenstädtchen zu verschaffen. Dabei schubste die Sonne nun auch die hartnäckigsten Wolken beiseite, sodass Himmel und Meer in kräftigen Blautönen erstrahlen konnten.

Bei unserem Streifzug am Hafen entlang – was hier an der Amalfiküste vor allem das Bezwingen zahlreicher Treppenstufen beinhaltet – stießen wir auf den nächsten Post-It meines Reiseführers: Ein familiengeführtes Fischrestaurant mit Klappstühlen direkt an den Bootsanlegern.

Und so ließen wir den Abend schließlich mit frischen Muscheln und original italienischem Hafenflair ausklingen, während für den nächsten Tag schon wieder Großes in der Planung war…

Fortsetzung folgt …

von

Bloggerin, Fotografin und Geschichtenerzählerin. Entdeckerin in einer Welt voller Wunder.

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