Ein versteckter Strand und die besten Muscheln der Welt

Bella Italia, Poesie, Unterwegs 22. September 2019

Für den letzten Urlaubstag an der Amalfiküste schnürten wir unsere Laufschuhe und besorgten uns eine Wanderkarte in der Touristeninformation von Sorrent. Geplant war ein sportlicher Spaziergang durch die felsige Landschaft zu einem unscheinbaren Dorf namens Sant´ Agata sui Due Golfi.

Ohne eine große Ahnung, was uns dort erwarten könnte,
machten wir uns einfach mal auf den Weg.

Die winzig kleinen Gässchen führten uns aus dem Ort heraus und immer
weiter bergan. Dabei kamen wir an unzähligen Orangen- und Zitronenbäumen, zuckersüßen Straßenlaternen und kunterbunter Wäsche vorbei, die sachte im Wind baumelte.

Als wir nach einigen Höhenmetern schließlich das Örtchen erreichten,
dessen Namen ich nicht aussprechen kann, offenbarte sich uns ein verschlafener Marktplatz mit Kirche fernab der Touristenströme.

Laut meinem Reiseführer gab es hier nicht viel Erwähnenswertes und so bummelten wir gemütlich an frischen Fischlieferungen und kleinen Blumenläden vorbei zu dem einzigen Restaurant, das ich vorab mit einem
Post-It markiert hatte.

Von Außen sah der Geheimtipp allerdings relativ unscheinbar und geschlossen aus, bis uns ein freundlicher Italiener darum bat, einzutreten. Wir waren die ersten Gäste in einem unglaublich gemütlichen Speisesaal,
doch es sollte keine 10 Minuten dauern, bis sich plötzlich ein Tisch nach dem anderen mit fröhlich gesprächigen Einheimischen füllte. Der Besitzer des Restaurants begrüßte jeden – auch uns – mit Handschlag und servierte mir wenig später die absolut weltbesten Muscheln, die ich je gegessen hatte!

Nach diesem fantastischen Mittagessen ging es mit vollen Bäuchen zurück nach Sorrent und direkt weiter zum hiesigen Busbahnhof. Wir wollten nämlich zu einer der wenigen Bademöglichkeiten an der felsigen Küste fahren, um wenigstens einmal auf dieser Reise die Füße ins Meer strecken zu können.

Dabei folgten wir einer vagen Wegbeschreibung über verwinkelte Fußwege hinab zu so etwas wie einem Strand. Der Wind war leider zu frisch, um richtig schwimmen zu gehen, aber eine mystische und wunderschöne Bucht machte den letzten Teil des Tages nochmal ganz besonders.

Alles in allem war dies wohl der richtige Abschluss für eine erlebnisreiche Woche in Bella Italia, die mich trotz der genauen Vorplanung immer wieder überrascht hat.

Und genau so soll es ja auch eigentlich sein.

Danke Mama!

von

Bloggerin, Fotografin und Geschichtenerzählerin. Entdeckerin in einer Welt voller Wunder.

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