Hej Freiheit!

Zwischen Masterarbeit und Pandemie bedingten Planänderungen,
zwischen Homeoffice-Lethargie und Aprilwetter im Juli,
habe ich diesen Sommer einfach mal die Koffer gepackt.

Zusammen mit Papa, Amadeus und Dachzelt sollte es nach Schweden gehen – Ein Sommerroadtrip Richtung Norden.

Dabei bestand der einzige Plan jedoch aus „Wir fahren mal die Küste entlang nach oben“, was für eine durchgeplante Reiseführerleseratte wie mich schon etwas mehr als gewöhnungsbedürftig war …

Tatsächlich war aber gerade diese Spontanität und das „Einfach mal drauf los“-Fahren das Geheimnis unserer wunderschönen Reise. In einer Zeit, in der schon kleine Alltags-Freiheiten plötzlich nicht mehr selbstverständlich sind, fühlt man sich fast wie der König der Welt, wenn man einfach mal wieder in die fremden Länder nebenan reisen darf.

Genauso königlich fühlte es sich nach einem halben Tag auf der Autobahn dann auch an, als endlich das Meer am Horizont zu entdecken war. Schon viel zu lange war es her, dass mich diese frische Ostseebrise in der Nase gekitzelt hat und ich den Sand unter meinen Füßen spüren konnte. Das erste Gefühl von Urlaub durchflutete mich!

Um das angemessen zu feiern, gab es natürlich ein frisches und sehr schmackhaftes Fischbrötchen für mich, auch wenn der zarte Duft von Zwiebeln und Bismarckhering nicht ganz so viele Urlaubsgefühle bei Papa auszulösen schien …

Der kürzeste Weg nach Dänemark führte uns mit der Fähre von Puttgarden nach Rødby. Nur 45 Minuten trennten uns also von dem europäischen Ausland, in dem wir schon lange nicht mehr gewesen waren. Die Nervosität stieg ein wenig, als wir bemerkten, dass wir weit und breit das einzige deutsche Kennzeichen auf diesem Schiff waren – Würde der Grenzübertritt in Zeiten von Corona doch nicht so unproblematisch werden, wie ich gehofft hatte? Jedenfalls würde ich als dänischer Grenzbeamter das einzig nicht-dänische Auto definitiv kontrollieren!

Mit allen nötigen Papieren auf dem Schoß und einem leicht mulmigen Gefühl im Bauch fuhren wir also von der Fähre. Ein kurzer Blick auf unsere Ausweise reichte dem freundlichen Dänen allerdings aus, um uns eine gute Weiterfahrt zu wünschen und so begann das Abenteuer „Sommerroadtrip nach Schweden“ entspannt und bei schönstem Sonnenschein.

Auch wenn wir nun schon lange auf der Straße unterwegs waren, sollte der Tag uns noch bis an die Spitze der Insel Møn führen, um uns einem meiner wenigen Reiseführer-Post-its näher zu bringen: den traumhaften Klippen von Møns Klint. Da wir im Vorhinein keine Übernachtungsmöglichkeiten gebucht hatten und es in der Nähe der Klippen nur einen richtigen Campingplatz gab, hofften wir einfach mal auf unser Glück. Tatsächlich fanden wir dann auch noch eine kleine Ecke für Amadeus und uns.

Wir machten uns bei Sonnenuntergang ein schnelles Abendessen, während die heimischen Mücken uns angemessen – aber weniger herzlich – willkommen hießen. Die Nacht begann schließlich mit Regen, aber das machte mir nichts aus, denn zum ersten Mal seit langer Zeit hörte ich die Regentropfen wieder auf eine Zeltplane prasseln.

Fortsetzung folgt …

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s