Roma, mia regina

Rom, meine Königin

Es gibt eine Stadt auf der Welt, vor der ich mich verneige.
Sie ist wie eine strahlende und große Königin für mich, deren Geschichte, Schönheit und Tiefe mich ehrfürchtig werden lässt. Drei Buchstaben, die wie eine Melodie durch meinen Kopf tanzen und mich immer wieder zu sich rufen.

ROM – meine Königin – auch dieses Mal hast du mir den Atem geraubt.

Doch alles begann an einem relativ unscheinbaren Abend, als wir ohne große Erwartungen den Eurovision Song Contest 2021 schauten. Es war wie jedes Jahr ein unterhaltsamer Mix aus verrückten, emotionalen, lauten und leisen Auftritten – bis diese eine Band dafür sorgte, dass ich auch Jahre nach meiner Teenagerzeit nochmal zum kreischenden Groupie wurde…
Die Rede ist von Måneskin, 4 jungen Menschen aus Italien, die mehr als verdient den ESC-Sieg mit nach Hause nahmen und sich seitdem einen felsenfesten Platz in meinen Spotify-Playlists gesichert haben.

Meine Fan-Liebe geht mittlerweile so tief, dass ich bald mit meinem dritten Italienisch-Kurs starte und für ein Konzert zurück in die Königin der Städte gereist bin – nach Rom.

Und so standen wir dann vor wenigen Wochen da: Juli-Hitze, ein verlängertes Wochenende und das lang erwartete Wiedersehen mit Italiens prächtiger Hauptstadt.

Auch wenn man an den klassischen Touristenmagneten und Postkartenmotiven natürlich nicht vorbei kommt, habe ich trotzdem das Gefühl, wieder ein paar neue Seiten von Rom entdeckt zu haben.

So haben wir unbekannte Seitenstraßen erkundet, statt Pasta und Pizza einen italienischen Döner probiert und so ziemlich jedem römischen Trinkbrunnen einen verschwitzten Besuch abgestattet. Als Belohnung für die vielen tausend Schritte gab es dann zauberhafte Fotomotive, magische Sonnenuntergänge und sommerliche Straßenmusik auf dem wohl schönsten Balkon in ganz Italien.

Mein persönlich Groupie-Highlight gab es schließlich am Samstag – Der Tag des Konzerts. Dabei war es nicht nur irgendein Konzert, sondern ein Riesenevent im Circus Maximus.

Wo einst die römischen Wagenrennen veranstaltet wurden, fanden sich nun mehr als 70.000 Menschen zusammen, um gemeinsam zu tanzen und zu singen. Dass ich mal so verrückt sein werde und ganze 6 Stunden in der Sonne sitze, um einen Platz mit gutem Blick auf die Bühne zu ergattern, hätte ich nach meiner Pubertät auch nicht mehr gedacht. Und dass ich tatsächlich einen Partner finde, der mich genug liebt, um das alles mit einem Lächeln im Gesicht mitzumachen, habe ich nicht zu träumen gewagt.

Danke für diesen magischen Abend.

Mit müden Tanzbeinen und ganz viel Freude im Herzen spazierten wir anschließend durch das nächtliche Rom zurück ins Hotel.

Der letzte volle Urlaubstag bescherte uns nochmal grandiose Ausblicke und das ehrfürchtige Gefühl, über historisch bedeutsame Straßen zu laufen. Gestern Rockmusik, heute Geschichte zum Anfassen – Rom ist für mich all das und noch so viel mehr.

Wäre ich eigentlich wiedergekommen, wenn ich mich nicht in eine römische Band verguckt hätte?

Die Antwort ist einfach und an einen bekannten Brauch gebunden: Wenn man mit der rechten Hand eine Münze über die linke Schulter in den Trevi-Brunnen wirft, wird man nach Rom zurückkehren. Auf diese Weise habe ich schon bei meinem ersten Besuch in der Hauptstadt eine Münze ins Wasser geworfen und auch dieses Mal habe ich nicht darauf verzichtet.

Wie könnte ich auch nicht wiederkommen?

Zu meiner Königin.

2 Kommentare

  1. Christel Duhr sagt:

    Das macht einen sehnsüchtig, auch wieder einmal nach Rom zu reisen.
    Schöner Beitrag, liebe Lena!
    Viel Erfolg im neuen Job – Liebe Grüße
    Christel

    1. Hallo Christel, vielen Dank für deine Worte. Ich hoffe, du kommst auch bald nochmal nach Rom. Liebe Grüße! 🙂

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