Tief im Westen

… Wo die Sonne verstaubt.

Nein. Das war einmal.
Mittlerweile hat sich der graue Pott in ein grünes Fleckchen Erde verwandelt, das auf seine ganz eigene Weise ziemlich zauberhaft ist.

Gut 6 Wochen ist es nun her, dass mein neues Studentenleben mich nach Bochum gezogen hat. Mein Personalausweis ähnelt damit zunehmend einer voll plakatierten Litfaßsäule, da mir dieser Umzug bereits den dritten „Adress-Änderungs-Aufkleber“ beschert hat.

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Leise Reise

Es gibt viele Arten zu reisen.

Zum Beispiel als Entdecker, einfach so mitten hinein ins Blaue und Unbekannte. Oder als perfekt vorbereiteter Tourist, der alle möglichen Reiseführer schon 2 Monate im Voraus vollständig inhaliert hat. Man kann auch ganz leise reisen. Ohne viel Aufsehen. Wie ein stiller Beobachter aus dem Schatten heraus. Und dann gibt es natürlich noch die absoluten Individualisten. Das sind die, die aus jedem Moment etwas ganz Besonderes machen wollen. Die dahin reisen, wo es anderen zu unbequem wird. 

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Welt der Wunder

Es ist mal wieder so weit: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und jeder beginnt zwischen dem ganzen Weihnachtsgeschenke-Trubel darüber nachzudenken, was 2018 alles so passiert ist…

War es ein gutes Jahr?
Eines, das alles verändert hat?
Ein durchwachsenes oder gar schweres Jahr?
Oder war es ein Jahr, das einfach nur eines von vielen bleibt?

Mein 2018 könnte ich rückblickend wohl am besten als schwindelerregenden Höhenflug bezeichnen. Es war wie eine Reise von einem Ende zum nächsten Anfang und im Herz des Ganzen erlebte ich die größte Reise von allen. Als dieses Jahr noch in seinen Kinderschuhen steckte, steckte auch ich fest: In viel zu viel Literatur für ein Projekt namens „Bachelorarbeit“, das anfangs einfach völlig unmöglich erschien. Im April war es dann aber tatsächlich geschafft und genau 2 Wochen nach dem Ende der Regelstudienzeit verabschiedete ich mich von meinem Studentenleben.

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Kapitel 14: Epilog

Jede gute Geschichte endet mit einem richtigen Nachwort. Wenn der Leser herzklopfend die letzten Zeilen verschlungen hat, fliegen ihm immer noch offene Fragen durch den Kopf: Wie geht es weiter? War das jetzt schon alles? Oder gibt es vielleicht eine Fortsetzung?

Auch unser Buch endet nicht einfach so mit dem Rückflug nach Deutschland. Wir haben auf der Reise so viel erlebt, das es nun zu verarbeiten gilt und wir haben genauso viel Lust wie ihr, den Traum noch ein bisschen weiter leben zu lassen. Alaska ist noch nicht vorbei. „Kapitel 14: Epilog“ weiterlesen

Kapitel 13: Zurück in der Stadt

Die letzte große Etappe unserer nun 3-wöchigen Reise führte uns von Williams Lake über Whistler bis runter nach Vancouver. Dabei entschieden wir uns wieder für eine andere Route im Vergleich zum Hinweg und fuhren den sogenannten „Sea to Sky“-Highway. Auch wenn „Sky to Sea“ in unserem Falle durchaus treffender gewesen wäre, begriff ich schnell, warum die Straße diesen Namen trug. Zuerst schraubten wir uns über unendlich viele Serpentinen gefühlt bis in den Himmel hinauf, nur um dann einige Zeit später und mit 1.000 Metern Höhenunterschied die kanadische Westküste zu erreichen. Dabei überschritten wir nach 20 Tagen Roadtrip auch die magische „10.000 Kilometer“-Grenze! Auf dem letzten Foto seht ihr allerdings nur 9.999,9 Kilometer, weil Amadeus nicht so weit zählen kann, wie wir gefahren sind… 

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Kapitel 12: Wo die wahren Cowboys wohnen

Für den Rückweg durch Kanada entschieden wir uns diesmal für eine etwas andere Route im Vergleich zu der, die wir vor 2 Wochen gefahren waren. Der Grund dafür war Dawson City, die Stadt in der es den Zeh im Whiskey gab und die deswegen schon länger auf unserer To-Do-Liste stand. Natürlich hatte ich mir Dawson City eher rustikal, als Großstadt-mäßig vorgestellt, aber was uns dort erwartete war, dann doch irgendwie ganz anders. Die „Stadt“ lässt sich am besten als ein 1A-Wild-Western-Filmset beschreiben. Wenn man dort über die staubigen Straßen läuft, rechts und links Saloons und Bars, dann wartet man an der nächsten Ecke wirklich nur noch auf den rollenden Busch und das beliebte Schießduell. In Dawson City liegt die tragende Mundharmonika-Musik förmlich in der Luft und wenn es irgendwo noch wahre Cowboys gibt, dann hier!

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Kapitel 11: Ein Hühnchen und das Dach der Welt

Das letzte Ziel auf unserer Alaska-Reise sollte ein Örtchen namens „Chicken“ (zu deutsch: Hühnchen) sein. Wobei es sich dabei eher um eine lose Ansammlung von wenigen Häusern handelte, die nicht weit von der kanadischen Grenze entfernt war. In Chicken gab es mehr Hühner als Menschen, manche aus Holz, andere gefiedert, einige bloß angedeutet. Alles in allem bestand „Downtown“ aus dem Chicken-Souvenir-Shop, dem Chicken-Saloon und dem Chicken-Café – mit Hühnchendeko versteht sich. Aber auch wenn es in diesem letzten Örtchen vor der Grenze nicht viel mehr zu sehen gab als uriges Federvieh, hat sich der Stopp gelohnt. So konnten wir zum Beispiel noch das unverwechselbare „I got laid in Chicken“-Foto machen, allerlei Sticker und Schlüsselhänger mit Hühnern kaufen und noch einen Kaffee mitnehmen, bevor es dann wirklich zum allerletzten Mal über die amerikanisch-kanadische Grenze ging. 

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