Kapitel 2: Ein Leben zwischen Planung, Papieren und Packlisten

Der Traum ist das Eine, die konkrete Planung definitiv was Anderes…

Diese Worte beschreiben zurzeit sehr treffend die Vorbereitungen unserer Alaska-Expedition. Nachdem ich gestern meinen letzten Tag im Praktikum absolviert habe, kann ich mich nun voll und ganz der Planung jenes Abenteuers widmen, welches bereits in 3 Wochen starten soll. Das bedeutet: Reiseführer wälzen, Routen berechnen, Checklisten erstellen und mit Sicherheit doch irgendwas vergessen. Zwar steht der grobe Weg von Seattle bis hoch nach Deadhorse schon lange fest, die vielen Zwischenstopps, besonderen Highlights und wichtigen Übernachtungsmöglichkeiten müssen aber noch rausgesucht und auf der Karte markiert werden. Zudem gilt es jetzt, die einzelnen Distanzen zwischen unseren Wegpunkten zu ermitteln, um so abschätzen zu können, welche Ziele sich in den 3 1/2 Wochen wirklich realisieren lassen. Spätestens an diesem Punkt fragt sich mein anti-mathematisches Köpfchen hin und wieder leise, warum wir nicht einfach einen Pauschalurlaub gebucht haben. 

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Kapitel 1: Der Anfang einer Reise

Es ist ein später Mittwoch-Nachmittag Ende Juni, als wir uns nach langer Fahrt endlich dem Ziel nähern. Während die Sonne noch immer von einem wolkenlosen Sommerhimmel brennt, erscheinen vor uns die bunten Stahl-Skelette zahlreicher Verladekräne am Horizont. Wir schlängeln uns an unzähligen Autos und Containern vorbei, lassen Schiffe so groß wie Einkaufszentren hinter uns und kommen irgendwann vor einer unscheinbaren Schranke mitten im Herzen des Überseehafens von Bremerhaven zum Stehen. Von da an verbringen wir unsere nächste Stunde damit, den richtigen Menschen die wichtigen Papiere vorzuzeigen, um anschließend in der vorgesehenen Reihe einen Platz für unser Auto zu finden. Und als wir ihn schließlich so stehen lassen, mit dem Schlüssel im Schloss und dem Zelt auf dem Dach, da begreife ich, dass wir das Alles hier wirklich tun. Aus dem Traum von damals ist ein Plan geworden und mit jedem Schritt, den wir uns weiter von unserem Pick-Up entfernen, kommen wir dem größten Abenteuer meines Lebens ein Stückchen näher. 

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Ein Häschen auf Reisen

Ich habe einen Flug gebucht. Ende Dezember geht es für mich nach Krakau, einer unbekannten Stadt in einem Land, in dem ich noch nie gewesen bin. Das wird zwar nicht meine erste Reise sein, aber trotzdem kribbelt es schon jetzt in meinem Bauch, als wären dort tausend Schmetterlinge zuhause. Ich bin kein Abenteuerlöwe mit einem siebten Entdeckersinn. Das war ich noch nie. Ich bin vielmehr ein Heimweh-Häschen, das seine gemütliche Höhle stets der wilden Welt da draußen vorziehen würde. Und nun packe ich bald die Koffer, um mit einer meiner liebsten Freundinnen völliges Neuland zu erkunden.

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Ming Stadt

Mein liebes Köln, wir müssen mal reden! 

Was hast du bloß mit mir angestellt? Ich streife nun schon fast fünf Jahre durch deine Straßen und nie hätte ich mir auch nur zu träumen gewagt, dass man sich so hoffnungslos verlieben kann. In eine Stadt. Und dass sich ein einfacher Umzug, ein Tapetenwechsel wie jeder andere, so schrecklich schwer anfühlen wird. Dieser Text hier ist also nur für dich, du zauberhaftes Fleckchen Erde. Weil du mir gezeigt hast wie man vertraut, lacht, lernt, liebt, weint, vermisst, verzweifelt, verzeiht, Grenzen überwindet und eine Heimat findet. Und weil ich in diesen letzten 4 1/2 Jahren endlich begriffen habe, was es bedeutet, wirklich zu leben. Danke dafür. Die folgende Geschichte gehört nur uns.

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