Hallo Bayern!

Das schöne an Fernbeziehungen ist, dass man die Welt kennenlernt. Zumindest die des Partners. Und die kommt mir hin und wieder sogar wie Ausland vor.

Aber beginnen wir von vorn… Mein Freund wohnt in Bayern, ist aber Franke – Süddeutsche Logik. Und da wir in der Uni gerade Ferien haben – offiziell auch Lesewoche genannt – habe ich mein Köfferchen gepackt und die Hufe, beziehungsweise Reifen geschwungen, um mich in fremde Gefilde zu begeben.
Seine Heimat ist weder Dorf, noch Stadt, aber ein feines Kurörtchen im Grünen. Ich bin es schon gar nicht mehr gewohnt, dass die Abfahrt von der Autobahn nicht überall mit „Sie haben ihr Ziel erreicht“ gleichzusetzen ist. Diesen Satz bekomme ich von meinem Navi erst nach kurvigen Landstraßen durch endlose Felder und idyllische Dörfer – diesmal wirklich Dörfer – zu hören.

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Ein Kind des Lichts

“ Tu, was du liebst und liebe, was du tust.“

Nichts könnte meine Arbeit besser beschreiben. Ich fotografiere seit ich als kleiner Pöks diesen analogen Knipser geschenkt bekommen habe – Mit Batterien und 36er Farbfilm. Mein Heiligtum. Die Welt kam mir vor, wie eine Schatzkammer voller funkelnder Diamanten und ich konnte sie plötzlich einfangen und in 10×15 über mein Bett hängen. Diese ersten Bilder waren nicht immer scharf, manchmal konnte man nur mit viel Fantasie das eigentliche Motiv erkennen und viele waren so schief, wie der Turm von Pisa. Aber für mich bedeuteten sie Erinnerung und beschrieben die herrlichsten Momente meiner kleinen perfekten Kinderwelt.

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