Kapitel 14: Epilog

Jede gute Geschichte endet mit einem richtigen Nachwort. Wenn der Leser herzklopfend die letzten Zeilen verschlungen hat, fliegen ihm immer noch offene Fragen durch den Kopf: Wie geht es weiter? War das jetzt schon alles? Oder gibt es vielleicht eine Fortsetzung?

Auch unser Buch endet nicht einfach so mit dem Rückflug nach Deutschland. Wir haben auf der Reise so viel erlebt, das es nun zu verarbeiten gilt und wir haben genauso viel Lust wie ihr, den Traum noch ein bisschen weiter leben zu lassen. Alaska ist noch nicht vorbei. „Kapitel 14: Epilog“ weiterlesen

Kapitel 13: Zurück in der Stadt

Die letzte große Etappe unserer nun 3-wöchigen Reise führte uns von Williams Lake über Whistler bis runter nach Vancouver. Dabei entschieden wir uns wieder für eine andere Route im Vergleich zum Hinweg und fuhren den sogenannten „Sea to Sky“-Highway. Auch wenn „Sky to Sea“ in unserem Falle durchaus treffender gewesen wäre, begriff ich schnell, warum die Straße diesen Namen trug. Zuerst schraubten wir uns über unendlich viele Serpentinen gefühlt bis in den Himmel hinauf, nur um dann einige Zeit später und mit 1.000 Metern Höhenunterschied die kanadische Westküste zu erreichen. Dabei überschritten wir nach 20 Tagen Roadtrip auch die magische „10.000 Kilometer“-Grenze! Auf dem letzten Foto seht ihr allerdings nur 9.999,9 Kilometer, weil Amadeus nicht so weit zählen kann, wie wir gefahren sind… 

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Kapitel 12: Wo die wahren Cowboys wohnen

Für den Rückweg durch Kanada entschieden wir uns diesmal für eine etwas andere Route im Vergleich zu der, die wir vor 2 Wochen gefahren waren. Der Grund dafür war Dawson City, die Stadt in der es den Zeh im Whiskey gab und die deswegen schon länger auf unserer To-Do-Liste stand. Natürlich hatte ich mir Dawson City eher rustikal, als Großstadt-mäßig vorgestellt, aber was uns dort erwartete war, dann doch irgendwie ganz anders. Die „Stadt“ lässt sich am besten als ein 1A-Wild-Western-Filmset beschreiben. Wenn man dort über die staubigen Straßen läuft, rechts und links Saloons und Bars, dann wartet man an der nächsten Ecke wirklich nur noch auf den rollenden Busch und das beliebte Schießduell. In Dawson City liegt die tragende Mundharmonika-Musik förmlich in der Luft und wenn es irgendwo noch wahre Cowboys gibt, dann hier!

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Kapitel 11: Ein Hühnchen und das Dach der Welt

Das letzte Ziel auf unserer Alaska-Reise sollte ein Örtchen namens „Chicken“ (zu deutsch: Hühnchen) sein. Wobei es sich dabei eher um eine lose Ansammlung von wenigen Häusern handelte, die nicht weit von der kanadischen Grenze entfernt war. In Chicken gab es mehr Hühner als Menschen, manche aus Holz, andere gefiedert, einige bloß angedeutet. Alles in allem bestand „Downtown“ aus dem Chicken-Souvenir-Shop, dem Chicken-Saloon und dem Chicken-Café – mit Hühnchendeko versteht sich. Aber auch wenn es in diesem letzten Örtchen vor der Grenze nicht viel mehr zu sehen gab als uriges Federvieh, hat sich der Stopp gelohnt. So konnten wir zum Beispiel noch das unverwechselbare „I got laid in Chicken“-Foto machen, allerlei Sticker und Schlüsselhänger mit Hühnern kaufen und noch einen Kaffee mitnehmen, bevor es dann wirklich zum allerletzten Mal über die amerikanisch-kanadische Grenze ging. 

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Kapitel 10: Der Berg der Berge

Kennt ihr eigentlich schon die Geschichte von Christopher McCandless? Im wahren Leben, wie auch in dem mitreißenden Film „Into the wild“ zog der junge Mann aus, um in der tiefsten Wildnis von Alaska sich selbst oder vielleicht auch etwas ganz anderes zu finden. Worauf er dabei jedoch tatsächlich stieß war der sogenannte „Magic Bus“, ein Linienbus der Nummer 142 aus Fairbanks, welcher auf geheimnisvolle Weise an diesen doch so einsamen Ort gelangt war. In diesem Bus lebte Christopher einige Monate, bevor Hunger und Kälte schließlich seine menschlichen Kräfte besiegten. Die ganze Geschichte ist irgendwie schön und traurig zugleich und für mich war es ein sehr bewegendes Gefühl, den Magic Bus zu betreten. Auch wenn dieser Bus hier „nur“ ein detailgetreuer Nachbau des nicht weit entfernten Originals war…

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Kapitel 9: Bis zum Nordpol und noch weiter

Guten Morgen aus Kanada! Nach nun 4 Tagen Internet-Abstinenz melden wir uns wieder zurück und wenn ihr die folgenden Zeilen lest, werdet ihr verstehen, warum wir kurzzeitig unerreichbar waren…

Unser weiter Weg nach Norden führte uns schließlich nach Delta Junction und damit auch an das offizielle Ende des Alaska Highway. Der „Highway“ ist im Rückblick betrachtet zwar nicht mehr als eine 2-spurige Schlagloch-Piste, dafür brachte er uns jedoch endlich ins lang ersehnte Alaska (Haines war ja nur ein kleiner Vorgeschmack auf das große Land…)! In Delta Junction begegneten wir dann auch zum ersten Mal der legendären Alaska-Pipeline, die das kostbare Öl aus dem hohen Norden bis in den südlichsten Zipfel von Alaska befördert. Und auch wenn man kein Freund des schwarzen Öls ist, kommt man nicht umhin zu erkennen, welche gigantische Meisterleistung in diesen 800 Meilen der Planung, Konstruktion und Arbeit steckt.

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Kapitel 8: Stadt der Adler

Eigentlich lag Haines gar nicht auf unserer Route. Noch dazu war der Weg dorthin eine ewig lange Straße, die erst mit dem Wasser des Lynn-Kanals aufhörte. Aber dennoch war dieses Hafenstädtchen ganz fest auf meiner To-Do-Liste und heute kann ich sagen: Haines ist definitiv die schönste Sackgasse der Welt. Wie auf wundersame Weise wurde das Örtchen bisher von dem üblichen Touristenrummel verschont, der andere Städte an der Küste bereits völlig verschlungen hat. Haines hat einen etwas rauen und rustikalen Charme, der jedoch immer wieder von reichlich Liebe zum Detail aufpoliert wird. Dank dem süßen Café-Häuschen von Sarah J. waren wir jeden Morgen gut versorgt und den Rest des Tages verbrachten wir mit der sehr erfolgreichen Jagd nach Bildern von den wilden Tieren Alaskas. Insgesamt sind wir 3 Tage in Haines geblieben, um mal eine kurze Pause von der langen Fahrerei zu bekommen und einfach deswegen, weil es dort so unglaublich viel zu sehen gab. Also mein liebes Haines, ich glaube du hast einen ziemlich bleibenden Eindruck hinterlassen… 

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Kapitel 7: Die Farben des Yukon

Auf unserem weiteren Weg durch Kanada haben wir nun auch gesehen, welche Landschaft nach einem riesigen Waldbrand eigentlich zurückbleibt. Die folgenden Bilder zeigen Ausschnitte eines kilometerlangen Waldgebietes, das sich erst zum Teil von dem Feuer der letzten Jahre erholen konnte…

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Kapitel 6: Wilder, wilder Westen

Wir sind nun schon seit einer Woche in dem Land auf der anderen Seite der Welt und ich muss sagen: Wir machen das bisher alles sehr gut! Der Auf- und Abbau des Dachzeltes wird so langsam zur Routine, die einzelnen Tagesziele konnten wir immer gut erreichen und insgesamt haben wir uns einfach super eingespielt. Am besten sind wir dabei jedoch in Punkto Improvisation. Wenn der Föhn zu wenig Strom zum Föhnen hat, dann muss eben eine Mütze als Haartrockner herhalten. Und der fehlende Spiegel wird dann kurzerhand durch die getönte Heckscheibe ersetzt. Das Schöne an dieser Einfachheit ist aber, dass man jeden Tag an einem anderen Ort aufwachen kann und dadurch unglaublich viele Menschen mit den unterschiedlichsten Geschichten kennenlernt. 

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Kapitel 5: Trans-Canada Highway

Nachdem wir unseren VW-Amarok „Amadeus“ tatsächlich völlig unversehrt aus dem Hafen von Seattle abgeholt hatten, machten wir uns daran, unser Reisegefährt für die nächsten Wochen einzurichten. So ein Zuhause auf vier Rädern muss ja schließlich gut gepackt und auf alles vorbereitet sein. So nutzen wir für die Navigation zum Beispiel ein GPS zusammen mit einem iPad und zusätzlich ganz klassische Straßenkarten aus Papier.

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