Kurzurlaub im Wunderland

Musik an – Welt aus. Worte, die in diesen Tagen wieder zum Sommer-Mantra vieler junger und jung gebliebener Menschen weltweit werden. Wenn die Sonne brütend heiß vom Himmel sticht, die Hosen immer kürzer werden und nur Wasser die Erlösung bringt, öffnen zahlreiche Festivals ihre Pforten für einen Kurzurlaub im musikalischen Wunderland. Auf dem Programm stehen Gruppenkuschelzeremonien in verschwitzten Menschenmengen, kulinarische Köstlichkeiten aus der Dose und erholsame Zeltnächte in trauter Nachbarschaft. Im Preis inbegriffen sind Sonnenbrand, Schlaflosigkeit, der Kater danach und eine neue Erfahrung der Körperhygiene. Meistens ist ein Urlaub nach dem Urlaub empfehlenswert. Wer die Ironie der letzten Sätze bemerkt hat, fragt sich jetzt vermutlich; Warum tut man sich so etwas freiwillig an?!

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Irgendwann in der Zeit

Jeder Mensch braucht etwas, an das er glauben kann. Werte, die ihm wichtig sind oder Sicherheiten, die ihm Kraft geben. Die einen finden ihren Anker in der Religion, den anderen gibt die Familie, die Hoffnung oder die Liebe Halt. Und manche sind immer noch auf der Suche. Auch ich mache mir viele Gedanken über das Leben und meinen Platz darin. Darüber, wer ich sein möchte und was mich antreibt Tag für Tag.

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Hallo Bayern!

Das schöne an Fernbeziehungen ist, dass man die Welt kennenlernt. Zumindest die des Partners. Und die kommt mir hin und wieder sogar wie Ausland vor.

Aber beginnen wir von vorn… Mein Freund wohnt in Bayern, ist aber Franke – Süddeutsche Logik. Und da wir in der Uni gerade Ferien haben – offiziell auch Lesewoche genannt – habe ich mein Köfferchen gepackt und die Hufe, beziehungsweise Reifen geschwungen, um mich in fremde Gefilde zu begeben.
Seine Heimat ist weder Dorf, noch Stadt, aber ein feines Kurörtchen im Grünen. Ich bin es schon gar nicht mehr gewohnt, dass die Abfahrt von der Autobahn nicht überall mit „Sie haben ihr Ziel erreicht“ gleichzusetzen ist. Diesen Satz bekomme ich von meinem Navi erst nach kurvigen Landstraßen durch endlose Felder und idyllische Dörfer – diesmal wirklich Dörfer – zu hören.

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Ein Kind des Lichts

“ Tu, was du liebst und liebe, was du tust.“

Nichts könnte meine Arbeit besser beschreiben. Ich fotografiere seit ich als kleiner Pöks diesen analogen Knipser geschenkt bekommen habe – Mit Batterien und 36er Farbfilm. Mein Heiligtum. Die Welt kam mir vor, wie eine Schatzkammer voller funkelnder Diamanten und ich konnte sie plötzlich einfangen und in 10×15 über mein Bett hängen. Diese ersten Bilder waren nicht immer scharf, manchmal konnte man nur mit viel Fantasie das eigentliche Motiv erkennen und viele waren so schief, wie der Turm von Pisa. Aber für mich bedeuteten sie Erinnerung und beschrieben die herrlichsten Momente meiner kleinen perfekten Kinderwelt.

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