Kapitel 1: Der Anfang einer Reise

Alaska-Expedition 2018, Unterwegs

Es ist ein später Mittwoch-Nachmittag Ende Juni, als wir uns nach langer Fahrt endlich dem Ziel nähern. Während die Sonne noch immer von einem wolkenlosen Sommerhimmel brennt, erscheinen vor uns die bunten Stahl-Skelette zahlreicher Verladekräne am Horizont. Wir schlängeln uns an unzähligen Autos und Containern vorbei, lassen Schiffe so groß wie Einkaufszentren hinter uns und kommen irgendwann vor einer unscheinbaren Schranke mitten im Herzen des Überseehafens von Bremerhaven zum Stehen. Von da an verbringen wir unsere nächste Stunde damit, den richtigen Menschen die wichtigen Papiere vorzuzeigen, um anschließend in der vorgesehenen Reihe einen Platz für unser Auto zu finden. Und als wir ihn schließlich so stehen lassen, mit dem Schlüssel im Schloss und dem Zelt auf dem Dach, da begreife ich, dass wir das Alles hier wirklich tun. Aus dem Traum von damals ist ein Plan geworden und mit jedem Schritt, den wir uns weiter von unserem Pick-Up entfernen, kommen wir dem größten Abenteuer meines Lebens ein Stückchen näher. 

Ein Häschen auf Reisen

Leben, Unterwegs

Ich habe einen Flug gebucht. Ende Dezember geht es für mich nach Krakau, einer unbekannten Stadt in einem Land, in dem ich noch nie gewesen bin. Das wird zwar nicht meine erste Reise sein, aber trotzdem kribbelt es schon jetzt in meinem Bauch, als wären dort tausend Schmetterlinge zuhause. Ich bin kein Abenteuerlöwe mit einem siebten Entdeckersinn. Das war ich noch nie. Ich bin vielmehr ein Heimweh-Häschen, das seine gemütliche Höhle stets der wilden Welt da draußen vorziehen würde. Und nun packe ich bald die Koffer, um mit einer meiner liebsten Freundinnen völliges Neuland zu erkunden.

Noch einmal Ersti sein

Leben, Unterwegs

Früher war ja alles besser.

Als man noch unschuldiger Erstsemester war und voller Euphorie dieses neuartige Studentenleben gefeiert hat. Prüfungsstress, Bachelorarbeit und Zweifel an den eigenen Entscheidungen schienen noch so unglaublich weit entfernt. Heute sitze ich hier im fünften Semester meines mittlerweile zweiten Studienganges und würde die Zeit gerne ein Stück zurückdrehen. Oder nochmal in die Eifel fahren. Denn mitten im Nirgendwo zwischen idyllischer Waldlandschaft und feuchtfröhlichen Trinkspielen durfte ich wieder Ersti sein – zumindest für ein Wochenende.

Et jitt kei Wood

Leben, Unterwegs

Seitdem ich vor drei Jahren von zu Hause ausgezogen bin, führe ich ein Nomadenleben. Familie da, Liebster dort und Freunde überall verstreut.
Ich befinde mich auf der Durchreise. Und das ist nicht gerade die beste Voraussetzung für weitreichende soziale Beziehungen. Vor allem an einer Universität, die mehr als 50.000 junge Menschen zählt, sind enge Freundschaften eine Seltenheit.

Lieder und Liebe

Leben, Unterwegs

Das diesjährige Weinturm-Open-Air sollte in vielerlei Hinsicht gänzliches Neuland für mich bedeuten. Es sollte mein erstes Festival mit der geliebten Kamera an meiner Seite werden und diesmal meine ich nicht das Einweg-Schätzchen aus dem Drogeriemarkt. Zudem hatte ich mich bis jetzt noch auf kein Musikwochenende gewagt, ohne auch nur einen einzigen Künstler des Line-Ups zu kennen. Und obendrein so fern der Heimat. Doch wie überraschend und anders jene drei Tage wirklich werden sollten, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht im Geringsten erahnen.

Hej Hej

Leben, Unterwegs

Oder: Eine Woche Stockholm to go.

Zuerst war es nur so eine Ahnung. Ein paar Hinweise hier und da – kein auffälliges Muster. „Das kann auch Zufall sein“, redete ich mir ein. Doch der Gedanke nagte an mir und ließ mich nicht mehr los. Aber wenn ich Recht hatte mit meiner Vermutung, wie sollte ich sie nur begründen können? Ist es ein natürliches Phänomen? Eine Gesetzmäßigkeit? Nur eine Phase oder gar eine Verschwörung? Mittlerweile kann es fast kein Zufall mehr sein und ich glaube, mit immer stärker werdender Sicherheit sagen zu können:

Alle fahren nach Schweden.

Hallo Bayern!

Leben, Unterwegs

Das schöne an Fernbeziehungen ist, dass man die Welt kennenlernt. Zumindest die des Partners. Und die kommt mir hin und wieder sogar wie Ausland vor.

Aber beginnen wir von vorn… Mein Freund wohnt in Bayern, ist aber Franke – Süddeutsche Logik. Und da wir in der Uni gerade Ferien haben – offiziell auch Lesewoche genannt – habe ich mein Köfferchen gepackt und die Hufe, beziehungsweise Reifen geschwungen, um mich in fremde Gefilde zu begeben.