Engel, Licht und Regen

Tag Zwei in Rom begrüßte uns stürmisch. Im wahrsten Sinne des Wortes. Als wir unser Hotel nach dem Frühstück verließen, wehte uns ein schneidender Wind ins Gesicht. Der Morgen war ein bisschen zu frisch für Anfang Mai und die Luft schmeckte nach Regenwolken.

Nichtsdestotrotz machten wir uns auf den Weg zu den nächsten Post-Its meines Reiseführers: Altstadt, Tiber und vor allem die Gegend erkunden standen für heute auf dem Programm. Ausnahmsweise sollte dieser Sonntag relativ planlos werden, da wir die nächsten Tage in Italiens Hauptstadt schon ausreichend mit vorab gebuchten Führungen gefüllt hatten.

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Mamma Mia!

Oder: Mit Mutti nach Rom

Knapp ein Jahr ist es nun her, als Mama und ich unseren einwöchigen Mädels-Städte-Trip mit einer Prise Dolce Vita gebucht haben. Und vor ein paar Wochen war es dann auch endlich so weit: Inmitten eines kalten Schneegestöbers verabschiedeten wir uns vom deutschen Boden und begaben uns auf den kurzen Flug nach Rom – ins historische Herz von Italien.

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Welt der Wunder

Es ist mal wieder so weit: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und jeder beginnt zwischen dem ganzen Weihnachtsgeschenke-Trubel darüber nachzudenken, was 2018 alles so passiert ist…

War es ein gutes Jahr?
Eines, das alles verändert hat?
Ein durchwachsenes oder gar schweres Jahr?
Oder war es ein Jahr, das einfach nur eines von vielen bleibt?

Mein 2018 könnte ich rückblickend wohl am besten als schwindelerregenden Höhenflug bezeichnen. Es war wie eine Reise von einem Ende zum nächsten Anfang und im Herz des Ganzen erlebte ich die größte Reise von allen. Als dieses Jahr noch in seinen Kinderschuhen steckte, steckte auch ich fest: In viel zu viel Literatur für ein Projekt namens „Bachelorarbeit“, das anfangs einfach völlig unmöglich erschien. Im April war es dann aber tatsächlich geschafft und genau 2 Wochen nach dem Ende der Regelstudienzeit verabschiedete ich mich von meinem Studentenleben.

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Kapitel 14: Epilog

Jede gute Geschichte endet mit einem richtigen Nachwort. Wenn der Leser herzklopfend die letzten Zeilen verschlungen hat, fliegen ihm immer noch offene Fragen durch den Kopf: Wie geht es weiter? War das jetzt schon alles? Oder gibt es vielleicht eine Fortsetzung?

Auch unser Buch endet nicht einfach so mit dem Rückflug nach Deutschland. Wir haben auf der Reise so viel erlebt, das es nun zu verarbeiten gilt und wir haben genauso viel Lust wie ihr, den Traum noch ein bisschen weiter leben zu lassen. Alaska ist noch nicht vorbei. „Kapitel 14: Epilog“ weiterlesen

Kapitel 13: Zurück in der Stadt

Die letzte große Etappe unserer nun 3-wöchigen Reise führte uns von Williams Lake über Whistler bis runter nach Vancouver. Dabei entschieden wir uns wieder für eine andere Route im Vergleich zum Hinweg und fuhren den sogenannten „Sea to Sky“-Highway. Auch wenn „Sky to Sea“ in unserem Falle durchaus treffender gewesen wäre, begriff ich schnell, warum die Straße diesen Namen trug. Zuerst schraubten wir uns über unendlich viele Serpentinen gefühlt bis in den Himmel hinauf, nur um dann einige Zeit später und mit 1.000 Metern Höhenunterschied die kanadische Westküste zu erreichen. Dabei überschritten wir nach 20 Tagen Roadtrip auch die magische „10.000 Kilometer“-Grenze! Auf dem letzten Foto seht ihr allerdings nur 9.999,9 Kilometer, weil Amadeus nicht so weit zählen kann, wie wir gefahren sind… 

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Kapitel 12: Wo die wahren Cowboys wohnen

Für den Rückweg durch Kanada entschieden wir uns diesmal für eine etwas andere Route im Vergleich zu der, die wir vor 2 Wochen gefahren waren. Der Grund dafür war Dawson City, die Stadt in der es den Zeh im Whiskey gab und die deswegen schon länger auf unserer To-Do-Liste stand. Natürlich hatte ich mir Dawson City eher rustikal, als Großstadt-mäßig vorgestellt, aber was uns dort erwartete war, dann doch irgendwie ganz anders. Die „Stadt“ lässt sich am besten als ein 1A-Wild-Western-Filmset beschreiben. Wenn man dort über die staubigen Straßen läuft, rechts und links Saloons und Bars, dann wartet man an der nächsten Ecke wirklich nur noch auf den rollenden Busch und das beliebte Schießduell. In Dawson City liegt die tragende Mundharmonika-Musik förmlich in der Luft und wenn es irgendwo noch wahre Cowboys gibt, dann hier!

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Kapitel 11: Ein Hühnchen und das Dach der Welt

Das letzte Ziel auf unserer Alaska-Reise sollte ein Örtchen namens „Chicken“ (zu deutsch: Hühnchen) sein. Wobei es sich dabei eher um eine lose Ansammlung von wenigen Häusern handelte, die nicht weit von der kanadischen Grenze entfernt war. In Chicken gab es mehr Hühner als Menschen, manche aus Holz, andere gefiedert, einige bloß angedeutet. Alles in allem bestand „Downtown“ aus dem Chicken-Souvenir-Shop, dem Chicken-Saloon und dem Chicken-Café – mit Hühnchendeko versteht sich. Aber auch wenn es in diesem letzten Örtchen vor der Grenze nicht viel mehr zu sehen gab als uriges Federvieh, hat sich der Stopp gelohnt. So konnten wir zum Beispiel noch das unverwechselbare „I got laid in Chicken“-Foto machen, allerlei Sticker und Schlüsselhänger mit Hühnern kaufen und noch einen Kaffee mitnehmen, bevor es dann wirklich zum allerletzten Mal über die amerikanisch-kanadische Grenze ging. 

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Kapitel 10: Der Berg der Berge

Kennt ihr eigentlich schon die Geschichte von Christopher McCandless? Im wahren Leben, wie auch in dem mitreißenden Film „Into the wild“ zog der junge Mann aus, um in der tiefsten Wildnis von Alaska sich selbst oder vielleicht auch etwas ganz anderes zu finden. Worauf er dabei jedoch tatsächlich stieß war der sogenannte „Magic Bus“, ein Linienbus der Nummer 142 aus Fairbanks, welcher auf geheimnisvolle Weise an diesen doch so einsamen Ort gelangt war. In diesem Bus lebte Christopher einige Monate, bevor Hunger und Kälte schließlich seine menschlichen Kräfte besiegten. Die ganze Geschichte ist irgendwie schön und traurig zugleich und für mich war es ein sehr bewegendes Gefühl, den Magic Bus zu betreten. Auch wenn dieser Bus hier „nur“ ein detailgetreuer Nachbau des nicht weit entfernten Originals war…

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