Kapitel 10: Der Berg der Berge

Kennt ihr eigentlich schon die Geschichte von Christopher McCandless? Im wahren Leben, wie auch in dem mitreißenden Film „Into the wild“ zog der junge Mann aus, um in der tiefsten Wildnis von Alaska sich selbst oder vielleicht auch etwas ganz anderes zu finden. Worauf er dabei jedoch tatsächlich stieß war der sogenannte „Magic Bus“, ein Linienbus der Nummer 142 aus Fairbanks, welcher auf geheimnisvolle Weise an diesen doch so einsamen Ort gelangt war. In diesem Bus lebte Christopher einige Monate, bevor Hunger und Kälte schließlich seine menschlichen Kräfte besiegten. Die ganze Geschichte ist irgendwie schön und traurig zugleich und für mich war es ein sehr bewegendes Gefühl, den Magic Bus zu betreten. Auch wenn dieser Bus hier „nur“ ein detailgetreuer Nachbau des nicht weit entfernten Originals war…

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Kapitel 9: Bis zum Nordpol und noch weiter

Guten Morgen aus Kanada! Nach nun 4 Tagen Internet-Abstinenz melden wir uns wieder zurück und wenn ihr die folgenden Zeilen lest, werdet ihr verstehen, warum wir kurzzeitig unerreichbar waren…

Unser weiter Weg nach Norden führte uns schließlich nach Delta Junction und damit auch an das offizielle Ende des Alaska Highway. Der „Highway“ ist im Rückblick betrachtet zwar nicht mehr als eine 2-spurige Schlagloch-Piste, dafür brachte er uns jedoch endlich ins lang ersehnte Alaska (Haines war ja nur ein kleiner Vorgeschmack auf das große Land…)! In Delta Junction begegneten wir dann auch zum ersten Mal der legendären Alaska-Pipeline, die das kostbare Öl aus dem hohen Norden bis in den südlichsten Zipfel von Alaska befördert. Und auch wenn man kein Freund des schwarzen Öls ist, kommt man nicht umhin zu erkennen, welche gigantische Meisterleistung in diesen 800 Meilen der Planung, Konstruktion und Arbeit steckt.

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Kapitel 8: Stadt der Adler

Eigentlich lag Haines gar nicht auf unserer Route. Noch dazu war der Weg dorthin eine ewig lange Straße, die erst mit dem Wasser des Lynn-Kanals aufhörte. Aber dennoch war dieses Hafenstädtchen ganz fest auf meiner To-Do-Liste und heute kann ich sagen: Haines ist definitiv die schönste Sackgasse der Welt. Wie auf wundersame Weise wurde das Örtchen bisher von dem üblichen Touristenrummel verschont, der andere Städte an der Küste bereits völlig verschlungen hat. Haines hat einen etwas rauen und rustikalen Charme, der jedoch immer wieder von reichlich Liebe zum Detail aufpoliert wird. Dank dem süßen Café-Häuschen von Sarah J. waren wir jeden Morgen gut versorgt und den Rest des Tages verbrachten wir mit der sehr erfolgreichen Jagd nach Bildern von den wilden Tieren Alaskas. Insgesamt sind wir 3 Tage in Haines geblieben, um mal eine kurze Pause von der langen Fahrerei zu bekommen und einfach deswegen, weil es dort so unglaublich viel zu sehen gab. Also mein liebes Haines, ich glaube du hast einen ziemlich bleibenden Eindruck hinterlassen… 

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Kapitel 7: Die Farben des Yukon

Auf unserem weiteren Weg durch Kanada haben wir nun auch gesehen, welche Landschaft nach einem riesigen Waldbrand eigentlich zurückbleibt. Die folgenden Bilder zeigen Ausschnitte eines kilometerlangen Waldgebietes, das sich erst zum Teil von dem Feuer der letzten Jahre erholen konnte…

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Kapitel 6: Wilder, wilder Westen

Wir sind nun schon seit einer Woche in dem Land auf der anderen Seite der Welt und ich muss sagen: Wir machen das bisher alles sehr gut! Der Auf- und Abbau des Dachzeltes wird so langsam zur Routine, die einzelnen Tagesziele konnten wir immer gut erreichen und insgesamt haben wir uns einfach super eingespielt. Am besten sind wir dabei jedoch in Punkto Improvisation. Wenn der Föhn zu wenig Strom zum Föhnen hat, dann muss eben eine Mütze als Haartrockner herhalten. Und der fehlende Spiegel wird dann kurzerhand durch die getönte Heckscheibe ersetzt. Das Schöne an dieser Einfachheit ist aber, dass man jeden Tag an einem anderen Ort aufwachen kann und dadurch unglaublich viele Menschen mit den unterschiedlichsten Geschichten kennenlernt. 

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Kapitel 5: Trans-Canada Highway

Nachdem wir unseren VW-Amarok „Amadeus“ tatsächlich völlig unversehrt aus dem Hafen von Seattle abgeholt hatten, machten wir uns daran, unser Reisegefährt für die nächsten Wochen einzurichten. So ein Zuhause auf vier Rädern muss ja schließlich gut gepackt und auf alles vorbereitet sein. So nutzen wir für die Navigation zum Beispiel ein GPS zusammen mit einem iPad und zusätzlich ganz klassische Straßenkarten aus Papier.

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Kapitel 4: Tiefschlaf in Seattle

Montag, 03:15 Uhr deutsche Zeit: Nach einem 10-stündigen Flug sind wir endlich auf dem  Seattle-Tacoma International Airport gelandet. Während wir den deutschen Boden jedoch bei strahlendem Sonnenschein verlassen haben, werden wir hier von einem dichten, gelblichen und tiefliegendem Dunst empfangen. Die Stimme aus dem Cockpit erklärt uns, dass es sich hierbei aber nicht um gewöhnlichen Nebel handelt, sondern um den Rauch von vielen Waldbränden in Kalifornien, der bis hier oben hin getrieben wird. Und tatsächlich: Als wir das Flugzeug verlassen und das erste Mal amerikanischen Boden unter den Füßen haben, riecht die Luft verbrannt und warm.

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Kapitel 3: Bye, Bye Germany!

Es ist soweit! Monatelange Vorbereitungen, ewiges Warten und die zahlreichen großen und kleinen Checklisten haben ein Ende gefunden. Vor ein paar Wochen habe ich euch das erste Mal von unserem Vater-Tochter-Abenteuer erzählt und nun sitzen wir hier am Frankfurter Flughafen und warten darauf, in diesen Flieger zu steigen, mit dem schließlich alles beginnt.

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Kapitel 2: Ein Leben zwischen Planung, Papieren und Packlisten

Der Traum ist das Eine, die konkrete Planung definitiv was Anderes…

Diese Worte beschreiben zurzeit sehr treffend die Vorbereitungen unserer Alaska-Expedition. Nachdem ich gestern meinen letzten Tag im Praktikum absolviert habe, kann ich mich nun voll und ganz der Planung jenes Abenteuers widmen, welches bereits in 3 Wochen starten soll. Das bedeutet: Reiseführer wälzen, Routen berechnen, Checklisten erstellen und mit Sicherheit doch irgendwas vergessen. Zwar steht der grobe Weg von Seattle bis hoch nach Deadhorse schon lange fest, die vielen Zwischenstopps, besonderen Highlights und wichtigen Übernachtungsmöglichkeiten müssen aber noch rausgesucht und auf der Karte markiert werden. Zudem gilt es jetzt, die einzelnen Distanzen zwischen unseren Wegpunkten zu ermitteln, um so abschätzen zu können, welche Ziele sich in den 3 1/2 Wochen wirklich realisieren lassen. Spätestens an diesem Punkt fragt sich mein anti-mathematisches Köpfchen hin und wieder leise, warum wir nicht einfach einen Pauschalurlaub gebucht haben. 

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Kapitel 1: Der Anfang einer Reise

Es ist ein später Mittwoch-Nachmittag Ende Juni, als wir uns nach langer Fahrt endlich dem Ziel nähern. Während die Sonne noch immer von einem wolkenlosen Sommerhimmel brennt, erscheinen vor uns die bunten Stahl-Skelette zahlreicher Verladekräne am Horizont. Wir schlängeln uns an unzähligen Autos und Containern vorbei, lassen Schiffe so groß wie Einkaufszentren hinter uns und kommen irgendwann vor einer unscheinbaren Schranke mitten im Herzen des Überseehafens von Bremerhaven zum Stehen. Von da an verbringen wir unsere nächste Stunde damit, den richtigen Menschen die wichtigen Papiere vorzuzeigen, um anschließend in der vorgesehenen Reihe einen Platz für unser Auto zu finden. Und als wir ihn schließlich so stehen lassen, mit dem Schlüssel im Schloss und dem Zelt auf dem Dach, da begreife ich, dass wir das Alles hier wirklich tun. Aus dem Traum von damals ist ein Plan geworden und mit jedem Schritt, den wir uns weiter von unserem Pick-Up entfernen, kommen wir dem größten Abenteuer meines Lebens ein Stückchen näher. 

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