Ming Stadt

Mein liebes Köln, wir müssen mal reden! 

Was hast du bloß mit mir angestellt? Ich streife nun schon fast fünf Jahre durch deine Straßen und nie hätte ich mir auch nur zu träumen gewagt, dass man sich so hoffnungslos verlieben kann. In eine Stadt. Und dass sich ein einfacher Umzug, ein Tapetenwechsel wie jeder andere, so schrecklich schwer anfühlen wird. Dieser Text hier ist also nur für dich, du zauberhaftes Fleckchen Erde. Weil du mir gezeigt hast wie man vertraut, lacht, lernt, liebt, weint, vermisst, verzweifelt, verzeiht, Grenzen überwindet und eine Heimat findet. Und weil ich in diesen letzten 4 1/2 Jahren endlich begriffen habe, was es bedeutet, wirklich zu leben. Danke dafür. Die folgende Geschichte gehört nur uns.

„Ming Stadt“ weiterlesen

Von Reue bekommt man Falten

Je älter man wird, desto mehr Verantwortung lastet plötzlich auf den zarten Schultern. Es geht nicht mehr nur um die Frage, wer die letzten Hausaufgaben gemacht hat oder wie man die unverhoffte Freistunde am besten nutzen könnte. Auf einmal machen wir uns Sorgen um den Kontostand, den leeren Kühlschrank, die schmutzige Wäsche oder sogar um die Zukunft. Denn die Entscheidungen, die wir treffen, tangieren plötzlich auch die Menschen in unserer Umwelt. Das lässt die Konsequenzen, die wir Tag für Tag tragen müssen, immer schwerer erscheinen. 

„Von Reue bekommt man Falten“ weiterlesen

Frühstücksträumer

Wir leben in einer Welt, in der alles möglich ist. Fast alles. Wenn du Zeit hast. Und Geld. Vor allem Geld…

Ich muss an dieser Stelle dringend mal etwas los werden. Den Zweiflern zuliebe. Für die  Träumer, die gegen Wände laufen, die großen Helden, die sich immer kleiner machen und für die Kinder, denen ich irgendwann mal diese Welt erkläre. Vor allem aber sind diese Worte für mich. Für meinen Sturkopf, der viel öfter mal über den Tellerrand schauen müsste. Worauf wartest du? 

„Frühstücksträumer“ weiterlesen

Großstadtsommer

Ich glaube, ich bin mittlerweile zu einem wahren Großstadtkind geworden. Wie selbstverständlich leihe ich mir fast täglich ein Fahrrad und schlängel mich durch die pulsierenden Straßen. Ich bin Teil dieses Lebens hier, bei Tag und bei Nacht, fast wie in einem eigenen Kosmos. Zwar geht jeder seinen Weg, doch die Richtung ist bei allen die Gleiche. Die Menschen in dieser Stadt streben nach Heimat, nach dem kleinen Glück und nach einfach-hier-sein. Denn manchmal braucht es gar nicht mehr. 

„Großstadtsommer“ weiterlesen

Noch einmal Ersti sein

Früher war ja alles besser.

Als man noch unschuldiger Erstsemester war und voller Euphorie dieses neuartige Studentenleben gefeiert hat. Prüfungsstress, Bachelorarbeit und Zweifel an den eigenen Entscheidungen schienen noch so unglaublich weit entfernt. Heute sitze ich hier im fünften Semester meines mittlerweile zweiten Studienganges und würde die Zeit gerne ein Stück zurückdrehen. Oder nochmal in die Eifel fahren. Denn mitten im Nirgendwo zwischen idyllischer Waldlandschaft und feuchtfröhlichen Trinkspielen durfte ich wieder Ersti sein – zumindest für ein Wochenende.

„Noch einmal Ersti sein“ weiterlesen

Heute für immer

Die Zeit fliegt an mir vorbei.
Viel zu schnell vergehen die Nächte, die doch gerade erst dabei sind, länger zu werden. Kaum zu glauben, dass schon fast die Hälfte von diesem Jahr hinter uns liegt. Irgendwie ist das mit all den guten Dingen so. Die zauberhaften Goldmomente sind flüchtig – ein kurzes Glitzern, das sich nicht einfangen lässt.
Und mitten in diesem Funkeln stehe ich da und versuche, das Glück zu halten.

„Heute für immer“ weiterlesen